Die Siedler – Teil 6 – Junge Liebe

Stephan rannte ihr hinter her und bekam ihren Arm zu fassen. Doch sie blieb nicht stehen und Stephan packte sie fester. „Emma, bleib doch bitte stehen.“ Flehte er sie an.

Mit gesenktem Kopf blieb sie stehen und Stephan drehte sie zu sich herum. „Es tut mir leid“, raunte er leise. Verwundert hob sie ihren Blick.

„Ich hätte viel früher mit dir darüber reden müssen.“ Geknickt sah er ihr ins Gesicht. „Letztes Jahr hatte ich deswegen schon ein Gespräch mit meiner Schwester und deinem Vater.“

„Worüber?“ Frage Emma leise. Stephan nahm ihre kleinen zierlichen Hände in die Seine. „Über uns.“

Traurig sah sie Stephan an und versuchte in seinen Augen zu lesen. Leise Hoffnung keimte in ihr auf.

„Ich will dich heiraten, Emma.“ Sagte Stephan inbrünstig. „Aber noch nicht jetzt!“ Emma hielt den Atem an.

Voller Glück und Erleichterung kullerten ihr die Tränen. „Warum weinst du denn jetzt?“ Stephan war konfus und wusste nicht was los war.

„Ich bin nur so erleichtert“ nuschelte sie weinend. Vorsichtig legte Stephan seine Hand an ihre Wange und strich ihr die Tränen aus dem Gesicht.

„Gib mir einfach noch etwas Zeit, Emma! Ich kann dir doch noch nichts bieten! Ich hab nicht mal ein Haus für uns.“ Sanft schmiegte sie ihr Gesicht an seiner Hand.

Langsam öffnete sie ihre Augen und sah Stephan voller Liebe an „Ja, ich werde warten.“ Sein Gesicht kam den ihrem näher und langsam schlossen beide ihre Lider.

„Da seid ihr ja!“ Erschrocken fuhren Stephan und Emma auseinander. „Pa“, rief Emma vorwurfsvoll.

„Was macht ihr hier im Dunkeln?“ Misstrauisch sah er zu Stephan hinüber.

„Wir haben geredet und etwas Wichtiges geklärt, Pa.“ Sie schmiegte sich eng an Stephan und Frank wusste Bescheid.

„Gut.“ Sagte er kurz. Frank war nicht dumm. „Deine Ma wird sich über diese Neuigkeit freuen.“ Er drehte sich um und machte ein paar Schritte Richtung Lager. Kurz drehte er sich zu den beiden nochmal um. „Ihr solltet zum Lager zurück gehen.“

Als Frank weg war und Emma und Stephan wieder allein waren, schnaufte Stephan erleichtert auf. „Ein Glück. Ich dachte schon er reißt mir den Kopf ab.“ Emma schaute mit glühenden Wangen zu Boden.

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