5. Kapitel – Eine nächtliche Begegnung

„Frank, wo sind nur die Kinder? Es wird schon dunkel, wenn den Beiden etwas passiert.“ Weinend machte Cordelia ihrer Angst Luft und Frank versuchte seine Frau zu beruhigen. „Meine Liebe, Larisse ist ein kluges Kind. Ihr und John wird schon nichts passieren! Ich werde mir sofort die Männer schnappen und nach den Kindern suchen!“

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„Bring mir ja unsere Larisse Heim!“ Schniefte Constance in Brians Arme. Brian drückte seine Frau fest und gab ihr einen tröstenden Kuss. „Mach dir keine Sorgen. Wir bringen sie Heim!“ Fest sah er sie an. Er machte sich selbst große Sorgen um seine Tochter, aber er versuchte stark für seine Frau zu bleiben. Es wird schon nichts geschehen sein. Bestimmt hatten Larisse und John bloß die Zeit beim Spielen vergessen.

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Die Männer versammelten sich. „Man Stephan, jetzt zieh dir endlich etwas an!“ Blaffte Snape ihn an. „Warum? Mir ist verdammt nochmal warm!“ Blaffte er zurück.

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„Jungs!“ Rief Frank schneidend. „Jetzt beruhigt euch mal wieder! Wir machen uns alle Sorgen, aber das ist kein Grund euch gegenseitig anzublaffen!“

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„Ahhh, was sind das für Viecher?“ Brüllte John herum und schlug in der Dunkelheit herum. „Das sind Libellen John. Die tun einem nichts!“ Versicherte Larisse ihm und nahm ihn bei der Hand. „Die hatten wir auch Zuhause am See. Sie sind am Wasser zuhause.“ Erklärte sie ihm. John hörte auf in die Dunkelheit zu schlagen und sah Larisse entschuldigend an. „Tut mir leid. Normalerweise bin ich nicht ein solcher Angsthase, aber letztes Jahr hatte mich was gestochen und mein ganzer Körper schwoll an. Ich weis nicht mal was es war und deswegen reagiere ich so übertrieben.“ Beschämt sah er zu Boden. „Das ist in Ordnung John. Jeder hat vor etwas Angst.“

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Überrascht schaute John wieder auf. „Hast du etwa auch vor etwas Angst?“ „Sicher.“ Sagte Larisse. „Zum Beispiel im Dunkel durch einen Wald laufen. Deswegen könnte ich mich Ohrfeigen, das wir die Zeit nicht bemerkt haben.“ Sagte sie wütend auf sich selbst. „Keine Angst! Ich beschütze dich!“ Sagte John und umfasste Larisses Schultern.

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„Ich will da nicht durch, John!“ Sagte Larisse ängstlich. John stellte sich neben ihr und ergriff ihre Hand. „Wir müssen da aber lang Larisse, aber du bist nicht alleine! Ich sagte dir doch vorhin das ich auf dich aufpasse. Uns wird nichts passieren! Und guck mal! Dahinten sieht man auch schon den Planwagen! Es ist gar nicht weit.“

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„Hörst du das?“ Quietschte Larisse ängstlich auf und blieb stehen. „Nein, was denn?“ Fragte er und versuchte zu lauschen, aber er hörte nur die normalen Geräusche die es nun mal im Wald so gab.

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Langsam gingen die Beiden weiter doch dann hielt Larisse wieder an. „Was ist denn?“ Fragte John verwundert. „Ich hab es schon wieder gehört.“ Sagte sie und schaute sich ängstlich im Wald um. Auch John sah sich um, konnte aber nichts entdecken. Doch dann hörten sie ein Bellen. Ängstlich drückte sich Larisse an John. „John!“, flüsterte sie. „Da vorne.“ Sagte sie und John sah in die angegebene Richtung. Ein Wolf! Keine zehn Schritte entfernt.

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Schweigend sahen sie zu dem gefährlichen Tier, dass da stand und sie einfach nur anschaute. „Was machen wir jetzt?“, flüsterte Larisse John zu. Er zuckte nur mit den Schultern und schaute gebannt zu dem Wolf. John machte sich von Larisse los und ging ganz langsam auf das Tier zu. „John!“ Er reagierte nicht auf sie und war jetzt nur noch zwei Schritte von dem Wolf entfernt. Langsam streckte er seine Hand aus.

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Fragend sah der Wolf auf die leicht zitternde Hand. Solche Angst hatte John noch nie gehabt, aber er hatte sich auch noch nie so gut gefühlt wie in diesen Moment! Zögernd senkte der Wolf seinen Kopf und John blieb das Herz stehen. Vorsichtig schnupperte er an Johns Hand und leckte zaghaft darüber.

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Es kitzelte, aber John zog seine Hand nicht weg. Er wollte so gerne mit seiner Hand den Kopf des Wolfes berühren. Sein Fell war bestimmt unglaublich weich. „JOHN! LARISSE!“ Der Wolf zuckte verschreckt seinen Kopf weg und sah auf. Auch John sah auf und erblickte die Männer, die nach ihm und Larisse riefen.

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„Oh nein!“ Rief John. „Du musst weglaufen! Sie werden dich bestimmt erschießen!“

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Fragend sah der Wolf zu ihm. „Hast du nicht gehört? Du sollst weglaufen!“ Schrie John den Wolf verzweifelt an.

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Die Männer kamen immer dichter und es blieb kaum noch Zeit. Sie würden sie bald entdecken! Johns Herz raste vor Angst. Sie durften ihm nichts tun!

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„Jetzt verschwinde doch endlich!“ Brüllte John nochmal und dabei liefen ihm die Tränen. Der Wolf schien endlich zu verstehen und drehte sich um. Er lief auf das Dickicht zu und bevor er ganz verschwand, drehte er sich noch einmal zu John um.

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Endlich war er weg und in Sicherheit. Er hoffte das Larisse den Erwachsenen nichts davon erzählte, sie würden den Wolf sonst bestimmt jagen. Es war doch immer so! „John!“, wurde er von Snape angeschnauzt. Er schaute auf und wischte sich die Tränen ab. Snapes Gesicht, indem heftige Wut stand wandelte sich sogleich in Sorge um, als er die Tränen sah.

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„OPA, PAPA.“ Rief Larisse und stürmte los. Sie flog regelrecht in die Arme ihres Opas. Frank umarmte seine Enkelin liebevoll und drücktelö sie fest an sich. „Tu uns das nie wieder an!“ Sagte er erstickt.

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Frank behielt seine Enkelin den ganzen Weg über in den seinen Armen. Erst als sie das Lager erreichten ließ er sie runter. Die Frauen saßen am Feuer und schauten voller Hoffnung auf.

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Als Emma die Kinder erleichtert entdeckte suchte ihr Blick sogleich die Gestalt von Stephan.

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Auch Stephans Blick lag sofort auf Emma, als er endlich das Lager betrat.

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Cordelia fiel ein großer Stein vom Herzen als sie die beiden Kinder sah.

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Constance war überglücklich als sie ihre Tochter sah.

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Nur Jennifer schien sich über irgendetwas zu ärgern.

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Larisse und John standen still und ängstlich am Rand. Gleich wird es bestimmt großen Ärger geben!

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Bevor Constance auch nur mit dem Meckern anfangen konnte, stieß Larisse schon einen riesen Schwall von Entschuldigungen hervor.

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„Es tut mir so leid Mama!“, schniefte Larisse. Constance liefen selbst schon die Tränen und sie schloss ihre Tochter fest in die Arme.

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