4. Kapitel – Der letzte Sommertag

Der letzte Sommertag war angebrochen und es herrschte eine angenehme Wärme. Die Frauen nutzten das Wetter und gingen mit der Wäsche zum Fluss.

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„Emma verhält sich in letzter Zeit merkwürdig.“ Bemerkte Constance und Jennifer schaute überrascht auf. „Findest du? Aber waren wir in ihrem Alter nicht alle merkwürdig?“, sagte sie mit einem Zwinkern. „Für unsere Eltern bestimmt!“ Kicherte Constance.

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„In ihrem Alter war ich schon längst mit Frank verheiratet. Ich denke es wird an der Zeit, ihr einen passenden Ehemann zu suchen.“ Sagte Cordelia bestimmt. Die anderen beiden Frauen sahen sie ungläubig an. „Sie ist doch erst sechzehn, Cordelia.“ Stieß Jennifer vorwurfsvoll aus. „Und alt genug um eine Ehefrau zu sein!“ erwiderte sie hart. Constance und Jennifer warfen sich zweifelnde Blicke zu.

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„Schwebt dir denn ein passender Schwiegersohn schon vor?“ Fragte Jennifer neugierig. „Stephan wäre doch passend! Natürlich, er ist mein Bruder und man erwartet von mir dass ich das sage, aber sie sind vom Alter nicht soweit auseinander und er ist verantwortungsbewusst. Er würde sich bestimmt gut um Emma kümmern.“ Schlug Constance begeistert vor.

Die drei Frauen bemerkten nicht, das Emma das Gespräch belauschte. Sie war dabei die Wäsche zum trocknen aufzuhängen und als ihr Name fiel horchte sie auf. Ihr Herz pochte wie verrückt. Stephan heiraten! Ihre Wange glühten voller Freude auf.

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Bei den Männern ging es gut voran und sie bauten fleißig am ersten Häuschen. Brian war gerade dabei den letzten Pfeiler aufzustellen.

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Frank und Snape unterhielten sich über die Aufteilung der Zimmer. Das erste Haus wird nämlich Frank und Cordelia gehören, aber solange die anderen Häuser noch nicht fertig sind, werden alle darin schlafen um den Winter zu überstehen. „Oben kommen zwei Schlafzimmer hin und ein weiteres Zimmer das sich Bad nennen soll.“ Cordelia hatte dies in ihrer alten Heimat gesehen und schon immer davon geträumt so etwas im eigenen Haus zu haben. Ein eigenes Zimmer zum Waschen! „Ich möchte sie gerne damit überraschen“ sagte Frank mit einem spitzbübischen Lächeln.

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Stephan hatte dies mitbekommen und er fand diese Idee hervorragend. So ein neumodisches Bad hätte er auch gerne in seinem Haus! Er schnappte sich die Schaufel und ging zum hinteren Teil des Grundstücks. Seine Aufgabe bestand darin ein Loch für den Abtritt zu buddeln.

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Mit Schwung machte er sich an die Arbeit und schnell nahm das Loch Gestalt an.

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„Sieht ja schon ganz gut aus.“ Sagte Snape. Der Plan für den Rest des Hauses stand nun fest und er wollte noch schnell kontrollieren ob alles glatt läuft bevor er sich wieder an die Arbeit macht.

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Stephan hielt in seiner Arbeit inne. „Was willst du Snape?“ Fragte Stephan und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ich wollte nur sehen ob bei dir alles läuft.“ Erwiderte Snape. „Klar, die Hitze macht mir nicht soviel aus. Ich denke ich bin hier bald fertig.“ „Prima, dann können wir morgen schon den Abtritt errichten. Das wird besonders die Frauen erfreuen.“

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Snape tippte sich nachdenklich an die Schläfe. „Sag mal Stephan. Willst du eigentlich ein eigenes Haus oder möchtest du noch bei deiner Schwester mit wohnen? Alt genug wärst du ja.“ Lächelnd sah Stephan zu Snape. „Ich hätte gerne mein eigenes Haus, aber das bauen wir am Besten zum Schluss. So lange finde ich schon ein Plätzchen zum schlafen.“

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Brian war mit dem letzten Pfeiler fertig und besah sich das Haus von Vorne an. Frank saß gemütlich im Schatten und gönnte sich eine kurze Pause.

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Die Zeit verging bei der vielen Arbeit wie im Fluge und Stephan war mittlerweile fertig mit seiner Arbeit.

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Die Frauen waren auch eingetroffen und schnatterten schon begeistert vor sich hin. Mit glänzenden Augen besahen sie sich die Arbeit der Männer an. „Gespenstisch wie schnell die Männer voran kommen.“ Sagte Jennifer.

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Eifrig deckten die Frauen den provisorischen Tisch. Die Mittagszeit war schon lange vorüber und ein jeder hatte kräftig Hunger.

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Brian setzte sich erschöpft auf einen Heuballen und wartete darauf das die Übrigen zum Essen kamen.

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Frank hatte es sich auf eine Kiste gemütlich gemacht und war erschöpft eingeschlafen.

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Emma begutachtete das Haus worin sie bald mit ihren Eltern wohnen würde und lief Stephan über den Weg. Beide hielten sie inne und sahen sich verdutzt an. Stephan machte einen Schritt auf sie zu. „Emma.“ Sagte er nur.

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Emma hielt sich hilfesuchend an den Pfeiler neben ihr fest. Wie es wohl wäre Stephans Ehefrau zu sein? Schwirrte ihr der Gedanke durch den Kopf. Ob er mich überhaupt wollen würde?

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„Stimmt es das du beim Steinbruch warst?“ Fragte Stephan sie. Er konnte es einfach nicht glauben. Stephan kannte Emma nur als liebes und verantwortungsvolles Mädchen. Betreten schaute Emma zur Seite. „Ja“, flüsterte sie.

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„Aber warum? Das ist doch sonst nicht deine Art.“ Fragte er bestürzt. „Das ist doch egal!“ Brüllte Emma ihn barsch an. Sie brachte es einfach nicht fertig, ihm die Wahrheit zu sagen.

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Wütend auf sich selbst, drehte Emma sich um und ließ Stephan stehen. Warum bin ich nur so feige?

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Stephan sah Emma hinter her. Er verstand rein gar nichts. Ob ihr das alles hier vielleicht Zuviel war?

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Cordelia rief zum Essen und herzhaft bissen alle in die roten Äpfel.

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Besonders Brian schien es zu schmecken.

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Nachdem Essen kümmerte sich Constance um die Kleinen. Gina schien heute kuschelbedürftig zu sein und wollte unbedingt auf den Arm.

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Das übrige Essen wurde genossen und die Gruppe unterhielt sich lebhaft. Es wurde viel geredet und gelacht und langsam wurde es dunkel. Doch wo waren Larisse und John?

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Die Beiden hatten sich wieder an den Fluss verdrückt und anstatt zu Angeln genossen sie das kühle Wasser. Sie hatten nicht bemerkt wie schnell der Tag vorüberging.

Als Larisse aus dem Wasser auftauchte und den großen leuchtenden Vollmond sah, gefrier ihr das Blut in den Adern. Das wird mächtig Ärger geben!

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