3. Kapitel – Der ungehorsame Nachwuchs

Früh am morgen stand die Truppe auf und machte sich fertig. Die Frauen kümmerten sich um die Kleinen und dann ging es ab zum Garten. Gina und Benjamin wurden zusammen gesetzt und die drei Frauen machten sich an die Arbeit. Benjamin holte eine seltsame Puppe hervor und neugierig griff Gina danach. Beschützend zog er seine Puppe zu sich ran und Gina zog eine Schnute und fing an zu weinen.

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Die Frauen schnatterten bei der Arbeit und schenkten dem Gebrabbel der Kleinen keine Aufmerksamkeit. Sie erzählten sich ihre Wunschvorstellung, wie die Häuser auszusehen hätten. „Ich hätte ja gerne verglaste Fenster“, schwärmte Constance.

„Das bleibt aber auch nur ein Traum, meine Liebe.“ Sagte Cordelia gutmütig. „Ja, ich weis.“ Sagte sie leise. Sie war nicht mehr reich und verglaste Fenster kosteten ein Vermögen, das ihr Mann nicht besaß. „Und was wünscht du dir Jennifer?“ Fragte Constance. „Ach, eigentlich nichts Besonderes.“ Tat sie die Frage ab, aber Constance ließ nicht locker. „Na dann erzähl es uns doch.“ Jennifer dachte kurz darüber nach. „Na gut. Ich hätte gerne einen kleinen Kräutergarten, mit Heilpflanzen.“ Daraufhin herrschte kurzes Schweigen und Cordelia warf ihrer Schwiegertochter einen vielsagenden Blick zu.  „Oh, das hört sich doch … nun, nett an. Oder Constance?“ „Ja, sicher. Nett und praktisch.“ Sagte sie zögerlich.

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Die Männer waren indes auf den Weg und liefen Stephan hinter her. Es war weiter als gedacht. Sie würden den Planwagen zum Transport der Steine benötigen, überlegte Frank.

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„Wir sind gleich da.“ Rief Stephan den Anderen zu. „Seht ihr? Da vorne ist er schon!“ Erleichtert wischte sich Frank den Schweiß aus dem Gesicht. Und das noch alles auf seine alten Tage. Bloß nicht schlapp machen. Schallte er sich selbst.

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Geschafft kamen die Männer am alten verlassenen Steinbruch an und verschnauften erstmal eine Runde. Sie sahen sich alles genau an und berieten sich.

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Lange dauerte die Pause aber nicht. Schon bald legten sie los und man hörte lautes Poltern. Massig Staub flog dabei in die Luft und die Männer mussten ständig husten.

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Stephan besah sich seinen Steinhaufen erstmal genauer an bevor er loslegte. „Wenn ich da einschlage müsste es viel einfacher gehen als wenn ich einfach drauf los hämmere.“ Überlegte er laut. „Quatscht nicht.“ Schallte ihn Snape. Stephan ignorierte Snapes Worte und zog sich erstmal seine Oberkleidung aus. Auch heute war es wieder extrem heiß und etwas Luft auf seiner Haut, würde bei der harten Arbeit sicher gut tun.

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Stephan schlug genau auf die von ihm berechnete Stelle ein und ein gewaltiger Haufen Stein löste sich. Bestätigt grinste er breit in sich hinein und Snape warf ihm einen verwunderten Blick von der Seite zu.

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Die Männer arbeiteten hart und machten dabei einen riesen Krach. Sie bemerkten gar nicht, das sich jemand an sie heran schlich und sie beobachtete.

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Emma, die eigentlich am Fluss sein sollte und auf Larisse und John aufpassen sollte. Hatte sich hier her geschlichen und ging leise näher auf die Männer zu.

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Vorsichtig, um ja kein Geräusch zu machen, stellte sie sich hinter einen Baum und schielte an ihm vorbei.

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Sie hatte den besten Blick, den sie sich nur wünschen konnte. Wenn sie doch nur hübscher wäre, dann wäre sie bestimmt auch mutiger, dachte sie zerknirscht.

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Er wird mich nie so sehen wie ich ihn, dachte Emma traurig. Sie versuchte sich jedes, noch so kleinste Detail seines Körpers einzuprägen. Wer weis, wann sie ihn je wieder so sehen würde.

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Stephan hielt in seiner Arbeit inne. Der Schweiß lief ihm unangenehm an seinem Körper hinab. Er wischte sich sein Gesicht trocken und hielt in der Bewegung inne. Moment! Stand da nicht jemand? Vorsichtig versuchte er unauffällig zur Seite zu schielen, aber da drehte sich die Person schon um und rannte weg. War das etwa Emma? Nein, das konnte nicht sein! Emma müsste jetzt am Fluss bei den Kindern sein. Niemals würde sie die Beiden am Wasser alleine lassen! Davon war er fest überzeugt.

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Verträumt starrte Larisse auf das Ufer hinaus. Sie bemerkte gar nicht, wie John sie von der Seite an sah.

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„Heute werde ich etwas fangen.“ Sagte sie selbstsicher.

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„Du meinst wohl eher, dass ich etwas fangen werde.“ Sagte John keck. „Man, John. Pass doch mit deiner Angel auf.“ Beschwerte sie sich.

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„Ahhh, etwas hat angebissen!“, rief Larisse begeistert und holte die Rute ein. „Das denkst aber auch nur du.“ Flüsterte John so leise, das Larisse dies nicht hören konnte.

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„Mist, doch nichts.“ Sagte sie niedergeschlagen.“ „Wusst ich´s doch.“ Flüsterte John. „Was hast du gesagt?“ Fragte Larisse nach. „Nichts.“

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„Boah, ich hab keine Lust mehr.“ Schimpfte John.

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Verwundert sah Larisse John an. „Lass uns was anderes machen.“ Sagte John. „Was denn?“ Fragte sie. „Komm, ich zeig dir was.“

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John hob einen kleinen Stein vom Boden auf und warf ihn geschickt übers Wasser. Zwei mal setzte er am Wasser auf. „Oh, wie toll.“ Larisse beeindruckte dies kein bisschen und John stöhnte enttäuscht auf.

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„Dann lass und schwimmen“ Larisse zuckte mit den Schultern. „Na gut.“ Sagte sie und zog sich ihr Kleid über den Kopf.

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Schnell wie der Blitz waren sie im Wasser und planschten ausgelassen herum.

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Doch viel zu schnell verging die Zeit und sie mussten sich sputen. Eilig zog sich Larisse ihr Kleid über und schnell wie der Wind liefen sie los.

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Aus der Ferne sahen sie schon die Oma, die auf sie wartete.

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Doch wo sie ankamen, lief Larisse schnell an der Oma vorbei. Auf keinen Fall, darf sie ihre nassen Unterkleider bemerken. Verwundert schaute Cordelia ihre Enkelin hinterher. Und wo war eigentlich Emma? Fragte sie sich.

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Ein paar Minuten später kam auch Emma angerannt, bloß leider aus der völlig falschen Richtung. Zu spät bemerkte sie ihren Fehler und bevor sie umkehren konnte, fiel der Blick ihrer Mutter auf sie.

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„Emma“, rief Cordelia barsch. „Wo kommst du denn her? Warst du etwa nicht bei den Kindern?“ Fragte sie ihre Tochter aufgebracht. Emmas Herz klopfte ängstlich und sie wusste nicht was sie sagen sollte. Still sah sie ihre Mutter an.

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„Schämen solltest du dich, mein Kind. Wenn den Beiden etwas passiert wäre. Sei Gott dankbar für seine Gnade und seinen Schutz.“ Emma brachte keinen Ton über ihre Lippen.

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Stephan hatte das Gemecker von Frau Rainwood bemerkt und war dichter gekommen. Er spitzte seine Ohren und konnte nicht glauben was Frau Rainwood ihrer Tochter vorwarf. Das würde Emma doch niemals machen, oder etwa doch?

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Hatte er sich etwa doch nicht getäuscht und es war Emma gewesen? Aber wieso sollte sie dies tun? Fragte er sich.

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